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Hassrede

Hassrede sind Äußerungen, die Menschen wegen Merkmalen wie Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Behinderung herabsetzen oder angreifen.

Was ist Hassrede?

Hassrede, englisch Hate Speech, bezeichnet Äußerungen, die Menschen wegen ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Zugehörigkeit zu einer Gruppe abwerten, beleidigen oder bedrohen oder zu Hass und Gewalt gegen sie aufstacheln. Typische Merkmale sind Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexuelle Orientierung oder Behinderung. Eine einheitliche Definition gibt es nicht; Wissenschaft, Recht und Plattformregeln ziehen die Grenze unterschiedlich.

Hassrede und das Recht

Nicht jede abwertende Äußerung ist strafbar, viele Plattformen verbieten Hassrede aber in ihren Nutzungsregeln. In Deutschland können je nach Inhalt etwa Volksverhetzung, Beleidigung oder Bedrohung strafbar sein. In der EU verpflichtet der Digital Services Act Plattformen, Meldewege für rechtswidrige Inhalte anzubieten und ihre Entscheidungen zu begründen. Ob ein konkreter Inhalt rechtswidrig ist, hängt immer vom Einzelfall ab.

Was du tun kannst

Hassrede nicht teilen, auch nicht aus Empörung, denn das vergrößert ihre Reichweite. Sichere Belege wie Screenshots mit Datum und Link und melde den Inhalt bei der Plattform. Bei möglichen Straftaten kannst du Anzeige bei der Polizei erstatten, vielerorts auch online. Betroffene finden Unterstützung bei Beratungsstellen, in Deutschland etwa bei HateAid. Sachliche Gegenrede kann Mitlesenden zeigen, dass Hass nicht unwidersprochen bleibt.

Bei Friendstime

Bei Friendstime ist „Hassrede“ einer der Gründe, die du beim Melden auswählen kannst, etwa für Beiträge, Kommentare, Stories, Profile oder Nachrichten. Die Meldung geht an das Moderationsteam; entschieden wird dort von Menschen, nicht automatisch. Bei Verstößen werden Inhalte entfernt und Konten gesperrt.

Häufige Fragen

Fällt Hassrede unter die Meinungsfreiheit?

Die Meinungsfreiheit schützt auch scharfe und unbequeme Äußerungen, sie hat aber Grenzen, etwa bei Beleidigung, Bedrohung oder Volksverhetzung. Plattformen können außerdem in ihren Nutzungsregeln festlegen, welche Inhalte sie nicht zulassen.

Sollte ich auf Hasskommentare antworten?

Das ist eine persönliche Entscheidung. Direkte Diskussionen mit Menschen, die Hass verbreiten, bringen selten etwas; ruhige Gegenrede kann aber andere Mitlesende erreichen. Wichtiger ist, Belege zu sichern und den Inhalt zu melden.

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