Privacy by Design
Privacy by Design bedeutet, Datenschutz schon bei der Entwicklung von Technik und Diensten einzuplanen – statt ihn nachträglich hinzuzufügen.
Was bedeutet Privacy by Design?
Privacy by Design, auf Deutsch etwa „eingebauter Datenschutz“, beschreibt den Ansatz, den Schutz personenbezogener Daten von Anfang an in Produkte, Software und Abläufe einzubauen. Statt nach dem Start eines Dienstes Lücken zu schließen, wird schon bei der Planung gefragt, welche Daten wirklich nötig sind, wer Zugriff erhält und wie sie geschützt werden. Bekannt gemacht hat das Konzept in den 1990er-Jahren Ann Cavoukian, langjährige Datenschutzbeauftragte der kanadischen Provinz Ontario.
Verankert in Art. 25 DSGVO
Die DSGVO hat den Gedanken in Art. 25 zur Pflicht gemacht. Absatz 1 verlangt Datenschutz durch Technikgestaltung: Verantwortliche müssen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen treffen, etwa Pseudonymisierung, um die Datenschutzgrundsätze wirksam umzusetzen. Absatz 2 regelt datenschutzfreundliche Voreinstellungen, auch „Privacy by Default“ genannt: Ab Werk sollen nur die für den jeweiligen Zweck erforderlichen Daten verarbeitet und personenbezogene Daten nicht ohne dein Zutun einer unbestimmten Zahl von Personen zugänglich gemacht werden.
Typische Beispiele
Dazu zählen wenige Pflichtfelder bei der Registrierung, Profile, die nicht automatisch öffentlich sind, die Verschlüsselung gespeicherter oder übertragener Daten, kurze Löschfristen und verständliche Einstellungen, mit denen Nutzer selbst bestimmen, wer was sehen darf. Wichtig ist auch, den Datenschutz über den gesamten Lebenszyklus der Daten mitzudenken, von der Erhebung bis zur Löschung. Privacy by Design ist kein Gütesiegel, sondern ein Prinzip, dessen Umsetzung sich im Einzelfall prüfen lässt.
Bei Friendstime
Bei Friendstime sind Profile, Nachrichten und private Bereiche für Suchmaschinen gesperrt. Der Text privater Chats wird auf deinem Gerät Ende-zu-Ende-verschlüsselt, der Server speichert nur den verschlüsselten Text. Beim Hochladen von Fotos werden Standort- und EXIF-Daten automatisch entfernt, und bei jedem Beitrag legst du selbst fest, wer ihn sehen darf.
Häufige Fragen
Ist Privacy by Design Pflicht?
Für Verantwortliche im Anwendungsbereich der DSGVO ja: Art. 25 verpflichtet sie zu Datenschutz durch Technikgestaltung und zu datenschutzfreundlichen Voreinstellungen. Wie das konkret aussieht, hängt unter anderem vom Stand der Technik, den Kosten und den Risiken der Verarbeitung ab.
Was unterscheidet Privacy by Design von Privacy by Default?
Privacy by Design betrifft die Gestaltung eines Systems insgesamt. Privacy by Default bezieht sich auf die Voreinstellungen: Wer nichts verändert, soll automatisch eine datenschutzfreundliche Einstellung erhalten.
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