Sicher chatten bei Friendstime: Tipps für den Alltag
Der Text privater Chats ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt, doch nicht alles im Chat ist es. Diese Tipps helfen dir, die Grenzen zu kennen und mit den richtigen Einstellungen das Beste aus dem Schutz zu machen.
Wissen, was verschlüsselt ist — und was nicht
Der Nachrichtentext in privaten Chats ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt: Er wird auf deinem Gerät verschlüsselt, der Server speichert Chiffretext. Das gilt auch für Fotos, Videos, Dateien und Sprachnachrichten in Einzelchats, wenn beide Konten einen Schlüssel haben; für Gruppenchats sagen wir das nicht zu. Anrufe sind derzeit nur auf dem Transportweg verschlüsselt; Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Bild und Ton ist in der Testphase. Text und Anhänge gehen zudem unverschlüsselt hinaus, wenn dein Gegenüber noch keinen Schlüssel hat. Für vertrauliche Dateien gibt es im Browser den Datei-Tresor, der eine Datei vor dem Hochladen mit AES-256 verschlüsselt und den Schlüssel im Teil des Links hinter dem # hält. Für Fotos bietet die Android-App in Einzelchats die Einmalansicht: Der Empfänger kann das Foto genau einmal öffnen, danach löscht der Server die Datei. Das Abfotografieren des Bildschirms verhindert sie nicht.
Status prüfen und Sicherheitsnummer vergleichen
In der Android-App öffnest du über Name oder Statuszeile im Chat den Verschlüsselungs-Status. Er zeigt „Ende-zu-Ende verschlüsselt“ samt einer Sicherheitsnummer, die aus beiden Schlüsseln berechnet wird, oder „Keine Verschlüsselung“, wenn dein Gegenüber noch keine Schlüssel hat — dann geht auch dein Text unverschlüsselt hinaus. Die App empfiehlt, die Nummer persönlich mit deinem Gegenüber zu vergleichen; sind beide Codes identisch, gilt der Chat als verifiziert. Im selben Dialog lässt sich ein Test starten, der eine Testnachricht verschlüsselt und wieder entschlüsselt.
Gruppenchats richtig einschätzen
Der Text eines Gruppenchats ist nur dann Ende-zu-Ende-verschlüsselt, wenn alle Mitglieder eine aktuelle App oder den Web-Messenger nutzen; bis dahin liegt er lesbar auf dem Server. Ältere Nachrichten aus der Zeit davor bleiben lesbar, nachträglich wird nichts verschlüsselt. Die Einmalansicht gibt es in Gruppen nicht. Besprich Vertrauliches deshalb lieber im privaten Einzelchat als in einer Gruppe und nimm nur Personen auf, denen du vertraust.
Dein Konto und deine Einstellungen
Dein privater Schlüssel liegt passwortgeschützt auf dem Server und wird auf deinem Gerät mit deinem Passwort entsperrt; die Sicherheit deiner Chats hängt deshalb auch an der Stärke deines Passworts. Nimm eines, das du sonst nirgends verwendest, und schalte Zwei-Faktor-Anmeldung und, wenn du magst, einen Passkey ein (die Schritte stehen im Thema „Konto absichern“). In der Android-App bestimmst du außerdem, wer dir schreiben darf (Alle, Nur Freunde oder Niemand; laufende Gespräche reißen nicht ab), ob Lesebestätigungen gesendet werden, ob dein Online-Status verborgen bleibt und wen du blockiert hast. Verdächtige Profile meldest du über „Melden“.
Selbst ausprobieren
Die Anmeldung dauert eine Minute und ist kostenlos.
Häufige Fragen
Sind Fotos und Sprachnachrichten im Chat verschlüsselt?
In Einzelchats ja, wenn beide Konten einen Schlüssel haben: Sie sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt (ML-KEM-768 mit AES-256-GCM). Hat dein Gegenüber noch keinen Schlüssel, gehen sie unverschlüsselt hinaus und liegen lesbar auf dem Server. Für Gruppenchats sagen wir das nicht zu. Auch der Nachrichtentext privater Chats ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt; bei Anrufen gilt das nur teilweise.
Woran erkenne ich, ob mein Chat verschlüsselt ist?
In der Android-App öffnest du den Verschlüsselungs-Status über Name oder Statuszeile im Chat. Dort steht „Ende-zu-Ende verschlüsselt“ mit einer Sicherheitsnummer oder „Keine Verschlüsselung“, wenn dein Gegenüber noch keine Schlüssel hat.
Wurde die Verschlüsselung unabhängig geprüft?
Nein, eine unabhängige Prüfung (Audit) gibt es bisher nicht. Friendstime verspricht keine absolute Sicherheit; um Nachrichten zuzustellen, muss der Server wissen, wer wem wann schreibt.