Unsichtbare Lesebestätigung? Schutz vor Zählpixeln im Chat
Ein Bild in einer Nachricht kann mehr verraten als sein Inhalt. Liegt es auf einem fremden Server, erfährt dieser beim Laden, dass, wann und mit welchem Gerät jemand die Nachricht geöffnet hat. Friendstime schiebt dem einen Riegel vor. Hier steht, wie das funktioniert und wo die Grenzen sind.
Was ein Zählpixel ist
Ein Zählpixel ist ein winziges Bild, oft unsichtbar klein, das auf einem fremden Server liegt. Lädt dein Gerät das Bild, sieht dieser Server deine IP-Adresse, den Zeitpunkt und Angaben zu deinem Gerät. Für den Absender ist das eine verdeckte Lesebestätigung, die du nie erlaubt hast. Aus E-Mails kennt man das Prinzip schon lange; in Chats funktioniert es genauso, wenn Bilder direkt von fremden Adressen geladen werden.
Wie Friendstime fremde Bilder ausliefert
Enthält eine Bild-Nachricht die Adresse eines fremden Servers, zum Beispiel bei einem GIF, lädt bei Friendstime nicht dein Gerät das Bild, sondern der Friendstime-Server über einen eigenen Bild-Proxy. Er prüft Art und Größe des Bildes, entfernt Metadaten und hält es zwischen. Der fremde Server sieht damit den Abruf durch Friendstime, nicht deine IP-Adresse. Das gilt im Browser und in der Android-App, denn die Adresse wird beim Ausliefern der Nachricht umgeschrieben.
Videos, Sprachnachrichten und Dateien von außen
Zeigt eine Video-, Sprach- oder Datei-Nachricht auf einen fremden Server, lädt Friendstime sie nicht automatisch. Du siehst stattdessen die Adresse als Link. Erst wenn du ihn antippst, rufst du die Seite bewusst selbst auf. Link-Vorschauen holt der Friendstime-Server, nicht dein Gerät.
Eigene Uploads ohne Standortdaten
Fotos, die du selbst hochlädst, verlieren bei Friendstime ihre Standort- und EXIF-Daten automatisch. So geht mit einem Urlaubsbild nicht nebenbei der Aufnahmeort mit. Was im Bild selbst zu sehen ist, etwa ein Straßenschild, bleibt natürlich sichtbar.
Was der Schutz nicht leistet
Tippst du einen Link an, verlässt du Friendstime, und die Zielseite sieht deinen Aufruf wie bei jedem Link. Der Schutz ersetzt auch keine Vorsicht bei unbekannten Absendern: Wer dir ungefragt schreibt, kannst du über „Wer darf mir Nachrichten senden?“ ausbremsen oder blockieren. Bilder in Einzelchats sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, wenn beide Konten einen Schlüssel haben; für Gruppenchats sagen wir das nicht zu.
Selbst ausprobieren
Die Anmeldung dauert eine Minute und ist kostenlos.
Häufige Fragen
Kann ein Absender über ein Bild sehen, ob ich seine Nachricht geöffnet habe?
Bei Bildern von fremden Servern lädt Friendstime das Bild über den eigenen Server. Der fremde Server sieht dann nicht deine IP-Adresse, sondern den Abruf durch Friendstime.
Gilt der Schutz auch in der App?
Ja. Die Adresse wird beim Ausliefern der Nachricht umgeschrieben, deshalb wirkt der Schutz im Browser und in der Android-App.
Was passiert mit Videos von fremden Seiten?
Sie werden nicht automatisch geladen. Du siehst die Adresse als Link und entscheidest selbst, ob du ihn öffnest.
Sind Bilder im Chat Ende-zu-Ende-verschlüsselt?
In Einzelchats ja, wenn beide Konten einen Schlüssel haben (ML-KEM-768 mit AES-256-GCM). Für Gruppenchats sagen wir das nicht zu.