Post-Quanten-Verschlüsselung, verständlich erklärt
Heute aufgezeichnete Daten könnten eines Tages mit Quantencomputern entschlüsselt werden. Post-Quanten-Verfahren sollen genau das verhindern.
Warum das Thema jetzt wichtig ist
Wer verschlüsselte Daten heute mitschneidet, kann sie aufbewahren und später entschlüsseln, sobald leistungsfähige Quantencomputer klassische Verfahren wie RSA brechen. Dagegen hilft nur Kryptografie, die auch Quantenangriffen standhält.
Was Friendstime einsetzt
Für den Text privater Chats nutzt Friendstime ML-KEM-768, das vom US-Institut NIST als FIPS 203 standardisierte Schlüsselkapselungsverfahren (früher „Kyber“ genannt). Die Nachricht selbst wird mit AES-256-GCM verschlüsselt.
Was noch fehlt
Noch nicht aktiv sind die Kombination mit einem klassischen Verfahren (Hybrid), die höchste Parameterstufe ML-KEM-1024 und Vorwärtsgeheimnis. Diese Schritte schalten wir erst frei, wenn sie zwischen App und Web vollständig getestet sind.
Selbst ausprobieren
Die Anmeldung dauert eine Minute und ist kostenlos.
Häufige Fragen
Ist ML-KEM dasselbe wie Kyber?
ML-KEM ist die von NIST standardisierte Fassung des Verfahrens, das zuvor unter dem Namen CRYSTALS-Kyber bekannt war.
Sind alle meine Chats schon Post-Quanten-verschlüsselt?
Neue Textnachrichten zwischen zwei Konten, die beide einen ML-KEM-Schlüssel haben, ja – ebenso der Text von Gruppenchats, sobald alle Mitglieder eine aktuelle App oder den Web-Messenger nutzen, und Sprachnachrichten, Bilder, Videos und Dateien in Einzelchats (ML-KEM-768 mit AES-256-GCM). Ältere Nachrichten und Konten ohne solchen Schlüssel nutzen RSA-OAEP. Für Anhänge in Gruppenchats sagen wir das nicht zu.
Muss ich etwas einstellen?
Nein. Die Schlüssel werden automatisch erzeugt.
Ist die Umsetzung unabhängig geprüft?
ML-KEM selbst ist ein NIST-Standard. Die Umsetzung bei Friendstime wurde bisher nicht von unabhängiger Seite geprüft.