Lexikon

Elterliche Einwilligung

Die elterliche Einwilligung ist die Zustimmung von Eltern, damit Kinder und Jugendliche einen Online-Dienst nutzen und ihre Daten verarbeitet werden dürfen.

Was ist die elterliche Einwilligung?

Die elterliche Einwilligung ist die Zustimmung der Eltern oder anderer Erziehungsberechtigter dazu, dass ein junger Mensch einen Online-Dienst nutzt und dabei Daten über ihn verarbeitet werden. Grundlage in der EU ist Artikel 8 der DSGVO: Wird ein Online-Dienst Kindern direkt angeboten und beruht die Datenverarbeitung auf einer Einwilligung, ist diese unter 16 Jahren nur mit Zustimmung der Eltern wirksam. Die Mitgliedstaaten dürfen die Altersgrenze senken, aber nicht unter 13 Jahre.

Wie sie funktioniert und warum es sie gibt

Kinder können die Folgen von Datenweitergabe und öffentlichen Beiträgen oft noch nicht gut einschätzen, deshalb sollen Eltern mitentscheiden. Anbieter müssen angemessene Anstrengungen unternehmen, um zu prüfen, dass die Zustimmung wirklich von den Eltern stammt. Häufig bekommen die Eltern dafür per E-Mail einen Bestätigungs-Link. Die Einwilligung lässt sich widerrufen. Davon getrennt gelten für Verträge und Käufe Minderjähriger eigene Regeln.

Worauf Eltern und Jugendliche achten sollten

Eltern sollten die Bestätigung nicht einfach durchklicken, sondern gemeinsam mit ihrem Kind ansehen, was der Dienst anbietet und welche Einstellungen es gibt. Gut ist es, über Privatsphäre, Fremde im Netz und Kontakte zu sprechen, zum Beispiel über Cybergrooming. Jugendliche sollten für die Bestätigung die E-Mail-Adresse ihrer Eltern angeben und keine eigene Zweitadresse. Die Einwilligung ersetzt keine Begleitung: Sie ist der Anfang des Gesprächs, nicht das Ende.

Bei Friendstime

Mitmachen kannst du ab 13 Jahren. Wer jünger als 16 ist, braucht zusätzlich die Zustimmung der Eltern: Der Einrichtungs-Assistent fragt nach ihrer E-Mail-Adresse und schickt ihnen einen Bestätigungs-Link. Für Jugendliche unter 18 gelten außerdem feste Schutzeinstellungen, und für Minderjährige sind bestimmte Funktionen gesperrt oder eingeschränkt, zum Beispiel rund um Livestreams und Geldfunktionen. Eltern können die Zustimmung widerrufen; dann wird das Konto gesperrt.

Häufige Fragen

Ab wann brauche ich keine Zustimmung meiner Eltern mehr?

Bei Friendstime ist die Zustimmung der Eltern nötig, wenn du jünger als 16 bist. Nach der DSGVO liegt die Altersgrenze grundsätzlich bei 16, einzelne Länder dürfen sie auf bis zu 13 Jahre senken. Feste Schutzeinstellungen gelten bei Friendstime für alle unter 18.

Warum fragt Friendstime nach der E-Mail-Adresse meiner Eltern?

Weil deine Eltern einen Bestätigungs-Link bekommen, mit dem sie ihre Zustimmung geben. Der Einrichtungs-Assistent fragt deshalb bei jüngeren Jugendlichen nach dieser Adresse.

Können Eltern ihre Zustimmung wieder zurücknehmen?

Ja. Dann wird das Konto gesperrt.

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