Doxing
Doxing ist das Sammeln und Veröffentlichen privater Daten einer Person, etwa Adresse, Telefonnummer oder Arbeitsplatz, meist um sie einzuschüchtern.
Was ist Doxing?
Doxing, manchmal auch Doxxing geschrieben, leitet sich vom englischen docs für Dokumente ab. Gemeint ist, dass jemand persönliche Informationen über eine Person zusammenträgt und gegen ihren Willen veröffentlicht, zum Beispiel Wohnadresse, Telefonnummer, Arbeitgeber, Fotos des Hauses oder Angaben zur Familie. Ziel ist oft, Druck auszuüben, Angst zu machen oder andere zu Belästigungen anzustiften. Betroffen sind Privatpersonen ebenso wie Menschen, die öffentlich auftreten.
Woher die Daten stammen
Oft sind es viele kleine, einzeln harmlose Puzzleteile: öffentliche Profile, alte Beiträge und Kommentare, Fotos mit Standortdaten, Vereins- oder Firmenwebsites, Impressumsangaben, Bewertungen oder Daten aus früheren Datenlecks. Auch Hinweise im Bild selbst, wie Straßenschilder oder der Blick aus dem Fenster, können einen Ort verraten. Wer diese Informationen kombiniert, erhält schnell ein genaues Bild davon, wo jemand wohnt und arbeitet.
So schützt du dich
Prüfe, welche Angaben über dich öffentlich sichtbar sind, und schränke die Sichtbarkeit von Beiträgen und Profildaten ein. Entferne Standortdaten aus Fotos und achte auf Details im Hintergrund. Nutze für verschiedene Dienste unterschiedliche Benutzernamen und für öffentliche Kontakte eine eigene E-Mail-Adresse. Ist es bereits passiert, sichere Belege, melde die Inhalte bei den beteiligten Plattformen und schalte bei Drohungen die Polizei ein.
Bei Friendstime
Bei Friendstime werden beim Hochladen von Fotos Standort- und EXIF-Daten automatisch entfernt. Bei jedem Beitrag legst du fest, wer ihn sehen darf; ohne Anmeldung ist ein Beitrag nur abrufbar, wenn er öffentlich und für Suchmaschinen freigegeben ist. Profile, Beiträge und Nachrichten, die private Daten anderer bloßstellen, lassen sich melden, und die Meldungen werden von Menschen geprüft.
Häufige Fragen
Ist Doxing strafbar?
In Deutschland gibt es seit 2021 den Straftatbestand des gefährdenden Verbreitens personenbezogener Daten (§ 126a StGB). Er greift, wenn die Verbreitung geeignet und dazu bestimmt ist, die Person oder ihr nahestehende Menschen der Gefahr bestimmter Straftaten auszusetzen. Für konkrete Schritte kann eine individuelle Beratung sinnvoll sein.
Was sollte ich tun, wenn ich gedoxt wurde?
Fundstellen mit Link und Datum dokumentieren, die Inhalte bei den Plattformen melden und die eigenen Konten zusätzlich absichern. Bei Drohungen sollte man die Polizei einschalten; Beratungsstellen helfen beim weiteren Vorgehen.
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