Lexikon

Clickbait

Clickbait sind reißerische Überschriften oder Vorschaubilder, die mit Neugier zum Klicken verleiten, das Versprechen aber oft nicht einlösen.

Was ist Clickbait?

Clickbait, wörtlich Klickköder, sind Überschriften, Vorschautexte oder Bilder, die so gestaltet sind, dass du unbedingt klicken willst. Typisch sind Übertreibungen, Schockeffekte und offene Fragen wie „Du wirst nicht glauben, was dann passiert“. Der Inhalt dahinter löst das Versprechen oft nicht ein, ist dünn oder sogar irreführend. Ziel ist meist Reichweite: Jeder Klick bringt Aufmerksamkeit und kann Werbeeinnahmen bedeuten.

Warum Clickbait funktioniert

Clickbait nutzt Neugier aus: Eine Überschrift verrät gerade so viel, dass eine Lücke bleibt, die wir schließen wollen. Dazu kommen starke Gefühle wie Empörung, Angst oder Staunen, die uns schneller klicken und teilen lassen. Das kann harmlos nur Zeit kosten, aber auch Falschinformationen verbreiten. Manche Köder führen sogar zu Fake-Gewinnspielen, Phishing-Seiten oder Schadsoftware. Je häufiger solche Beiträge geteilt werden, desto mehr Menschen sehen sie.

Worauf du achten solltest

Misstrauisch machen sollten Übertreibungen, viele Ausrufezeichen oder Großbuchstaben, vage Versprechen und Überschriften, die absichtlich etwas verschweigen. Lies vor dem Teilen den Inhalt, prüfe, wer die Quelle ist, und achte auf die Adresse hinter dem Link. Stimmen Überschrift und Inhalt nicht überein, teile den Beitrag besser nicht. Überprüfe überraschende Behauptungen über eine zweite, unabhängige Quelle. Wenn du selbst Beiträge schreibst, halte, was die Überschrift verspricht – so baust du Vertrauen auf.

Bei Friendstime

Der Friendstime-Feed ist standardmäßig auf „Empfohlen“ eingestellt: Grundlage ist die Zeit, Beiträge mit vielen Reaktionen und Kommentaren rücken um bis zu acht Stunden nach vorn; eine rein zeitliche Reihenfolge kannst du selbst einstellen. Anzeigen zwischen den Beiträgen sind als „Gesponsert“ gekennzeichnet. Beiträge können einen Faktencheck-Hinweis wie „Umstritten“ oder „Falschinformation“ tragen; solche Beiträge rücken unter „Empfohlen“ nach hinten. Täuschende Beiträge kannst du melden und dabei zum Beispiel Spam oder Falschinformation als Grund wählen. Außerdem hilft der Wortfilter: Du trägst Wörter ein, und Beiträge, die eines davon enthalten, blendet Friendstime in deinem Feed aus; im Web schaust du mit „Anzeigen“ bei Bedarf trotzdem hinein. Der Wortfilter gilt nur in dem Browser oder auf dem Gerät, auf dem du ihn eingerichtet hast.

Häufige Fragen

Ist jede reißerische Überschrift Clickbait?

Nicht unbedingt. Eine zugespitzte Überschrift kann trotzdem zum Inhalt passen. Von Clickbait spricht man, wenn Titel und Inhalt auseinanderklaffen oder wichtige Informationen bewusst zurückgehalten werden, nur damit du klickst. Ein guter Test: Löst der Beitrag nach dem Klick wirklich ein, was die Überschrift versprochen hat?

Wie kann ich Clickbait in meinem Feed reduzieren?

Klicke und teile solche Beiträge nicht und prüfe, wer sie verbreitet. Bei Friendstime hilft der Wortfilter mit typischen Reizwörtern, und täuschende Beiträge kannst du melden. Beachte, dass der Wortfilter nur in dem Browser gespeichert wird, in dem du ihn eingerichtet hast.

Wie schreibe ich Überschriften, die neugierig machen, aber kein Clickbait sind?

Sag konkret, worum es geht, und wecke Neugier über den Inhalt statt über Geheimnisse. Verspreche nur, was dein Beitrag hält, vermeide Übertreibungen und Schockbehauptungen und verdrehe keine Fakten. So wirkt dein Beitrag spannend, ohne dass sich Leserinnen und Leser getäuscht fühlen.

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