Brute-Force-Angriff
Bei einem Brute-Force-Angriff probieren Angreifer automatisiert massenhaft Passwörter oder Schlüssel aus, bis eine Kombination passt.
Was ist ein Brute-Force-Angriff?
Brute Force bedeutet „rohe Gewalt“: Statt eine Schwachstelle geschickt auszunutzen, probieren Angreifer mit Programmen so lange Passwörter, PINs oder Schlüssel durch, bis eine Kombination passt. Bei einem Wörterbuchangriff stammen die Versuche aus Listen häufiger Passwörter. Beim Credential Stuffing nutzen Täter Zugangsdaten aus früheren Datenlecks und testen sie bei anderen Diensten – das funktioniert nur, wenn jemand dasselbe Passwort mehrfach verwendet.
Online und offline
Richtet sich der Angriff gegen ein Anmeldeformular, können Dienste ihn bremsen, etwa durch Wartezeiten nach Fehlversuchen oder vorübergehende Sperren. Gefährlicher sind Offline-Angriffe: Wurden bei einem Datenleck gespeicherte Passwort-Hashes erbeutet, können Täter auf eigener Hardware in kurzer Zeit sehr viele Kandidaten prüfen, ohne dass der Dienst es bemerkt. Gegen kurze oder häufige Passwörter hilft dann auch ein gutes Hash-Verfahren nur begrenzt.
So schützt du dich
Am wirksamsten ist ein langes, zufälliges Passwort, das du nur für einen einzigen Dienst verwendest; jedes zusätzliche Zeichen vervielfacht die Zahl möglicher Kombinationen. Ein Passwort-Manager erzeugt und speichert solche Passwörter für dich. Ein zweiter Faktor sorgt dafür, dass ein erratenes Passwort allein nicht reicht. Passkeys gehen noch weiter, weil es bei ihnen kein Passwort gibt, das sich erraten ließe.
Bei Friendstime
Bei Friendstime kannst du einen Zwei-Faktor-Schutz einrichten: Dann fragt Friendstime nach dem Passwort zusätzlich einen sechsstelligen Code aus deiner Authenticator-App ab, im Web wie in der App. Zusätzlich kannst du dich mit einem Passkey anmelden, dessen Schlüssel sich nicht erraten lässt; die Anmeldung mit Passwort bleibt daneben bestehen, wähle es also lang und einmalig. Meldest du dich in der Android-App nur mit deinem Passwort auf einem Gerätemodell an, das für dein Konto noch nicht bekannt ist, bekommst du eine E-Mail – so fällt eine fremde Anmeldung eher auf.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Passwort sein?
Je länger, desto besser, denn die Länge erhöht den Aufwand für Angreifer am stärksten. Gut geeignet sind eine Passphrase aus mehreren zufällig gewählten Wörtern oder ein langes, vom Passwort-Manager erzeugtes Passwort.
Woran erkenne ich einen Angriff auf mein Konto?
Hinweise sind Benachrichtigungen über Anmeldungen, die du nicht selbst vorgenommen hast, oder ein plötzlich gesperrtes Konto. Ändere dann dein Passwort, aktiviere einen zweiten Faktor und melde unbekannte Geräte ab.
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